Stadtgeschichte · Allerheiligenviertel · Haus 29
Belegte Stadtgeschichte

Die Breite Gasse in Frankfurt

Die Breite Gasse gehört zum Allerheiligenviertel der Frankfurter Innenstadt. Ihre heutige Rolle im Rotlichtmilieu entwickelte sich vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg.

Zwischen Altstadt und Allerheiligenviertel

Die Breite Gasse liegt östlich der Zeil und in der Nähe der Konstablerwache. Das Gebiet wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. In den Nachkriegsjahrzehnten entwickelte sich rund um die Straße ein Schwerpunkt der Frankfurter Prostitution.

Bei der historischen Einordnung ist Genauigkeit wichtig: Die häufig wiederholte Behauptung, in der Breiten Gasse habe es bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts Bordellbetriebe gegeben, wird hier nicht als Tatsache dargestellt. Dafür liegt bislang keine belastbare, unmittelbar überprüfbare Quelle vor.

Entwicklung zum Toleranzgebiet

Nach 1945In der zerstörten östlichen Innenstadt entwickelte sich die Umgebung der Breiten Gasse zu einem Schwerpunkt der Prostitution.
1973Die Frankfurter Sperrgebietsverordnung wies die Breite Gasse als Toleranzgebiet aus.
1980er/90erStadtentwicklung, Sperrgebietsregeln und Planungen für größere Betriebe führten zu politischen und juristischen Auseinandersetzungen.
HeuteDie Straße bleibt eine bekannte Adresse des legal regulierten Frankfurter Rotlichtmilieus.

Haus 29 heute

Das Eroscenter Haus 29 befindet sich in der Breiten Gasse 29. Das Laufhaus verfügt über 26 klimatisierte Zimmer auf vier Etagen. Der Eintritt ist kostenlos und Besucher benötigen keinen Termin. Alle Mieterinnen arbeiten selbstständig und sind mindestens 21 Jahre alt.

Quellen und Einordnung: Weiterführende Informationen bieten die Stadt Frankfurt und das Institut für Stadtgeschichte.

Die Adresse besuchen

Die Breite Gasse ist über die Konstablerwache erreichbar. Für Autofahrer liegt das Parkhaus „Am Gericht“ nach Betreiberangabe ungefähr eine Gehminute vom Haus entfernt. Details findest du auf unserer Seite Anfahrt und Öffnungszeiten.